Etablierte Unternehmen stehen vor einer anderen Frage als Startups: nicht „Wie bauen wir ein Team auf?“, sondern „Wie halten wir ein Team leistungsfähig, das schon lange arbeitet?“ Nach 25 Jahren in etablierten Strukturen ist meine Antwort: Entwicklung beginnt dort, wo bestehende Abläufe in Frage gestellt werden — nicht dort, wo ein neues Programm beschlossen wird.
Die Frage
Wie entwickelt man ein arbeitendes Team weiter, ohne es mit Programmen zu überrollen?
Vier Hemmnisse, die mir wiederkehren
- Silo-Denken: Abteilungen arbeiten isoliert. Schnittstellen werden zur Abgrenzungszone statt zum Arbeitsort.
- Führungskräfte zwischen den Stühlen: In der Rolle gewachsen, nie für die Rolle ausgebildet. Oft das größte ungenutzte Potenzial.
- Weiterentwicklung = Schulungskatalog: Trainings kauft man leicht. Verhaltensänderung braucht begleitete Übung im Alltag.
- Bewährtes schützt sich selbst: „Das haben wir immer so gemacht“ ist keine Haltung, sondern ein Schutzmechanismus — verstehen, statt überspringen.
Was weiterentwickelnde Unternehmen anders machen
- Sie starten am Arbeitsalltag, nicht am Programm: Was stört konkret? Wo geht Zeit und Energie verloren?
- Sie entwickeln Führungskräfte über Praxisbegleitung statt über Einzelseminare.
- Sie machen Zusammenarbeit zwischen Bereichen zum Thema und nicht nur zum Abschluss der Jahresplanung.
- Sie feiern Verankerung statt Beschlossenheit.
Praktische Schlussfolgerungen
- Klein anfangen und konkret werden: ein echter Stolperstein, ein echtes Team, ein echter Versuch.
- Führungskräfte zu Trägern der Entwicklung machen, nicht zum Zielobjekt.
- Erfolg sichtbar machen: kleine Verbesserungen ernst nehmen und kommunizieren.
Wo steht Ihr Team? Wenn Sie darüber sprechen möchten, erreichen Sie mich hier.%